
Auf unserer Farm führen wir die ökologische Zucht. Wir füttern die Damhirsche mit natürlich aufgezogenem Gemüse, mit dem Getreide, als auch mit dem Heu oder Heugärfutter. Die Tiere müssen gleichfalls den ständigen Zugang zu dem Wasser gesichert haben. Zu den Leckerbissen der Damhirsche gehören Kastanien und Eicheln, die zur Bonbons für Kinder vergleichbar sind. Man soll auch daran gedenken, leicht zugängliche Salzlecken mit Mikro- und Makroelementen auf den Koppeln anzubringen. Als Haupt- und Grundnahrung der Damhirsche gilt die Weide (in der Zeitperiode vom April bis Oktober). Anders sieht die Fütterung der Tiere über die Winterperiode aus, wenn die Lebenskosten im Bereich von 100 bis 120 Zloty schwanken. Damals isst ein Tierstück, z. B. eine Hirschkuh täglich 0,5 kg Körnerfrüchte (Hafer und Mais), und Heu (oder tauschbar Heugärfutter) - ca. 2 kg. Das Heu gilt als Füllstoff für Tiere und sie sollen zu ihm ständig einen unbegrenzten Zugang haben. Die Fütterung kann man nachträglich mit Möhre, Runkelrüben, Erdäpfel oder Kohl bereichern. Man muss daran gedenken, dass während großer Fröste soll die Menge von Körnerfrüchten sogar bis 50% vergrößert werden. Bei Leitung einer guten Zucht ist es wesentlich, die Hirschkühe auf den Weiden im April und Mai nachträglich auszufüttern. Dies gibt ihnen bessere Kondition bei Kalbgeburten und ein größeres Gewicht der neugeborenen Kälber. Die Stiere füttern wir ebenso wie die Hirschkühe, aber nach der Brunftperiode, wenn sie sehr wenig aßen, schlagen wir vor, den Tieren die Dosen von Körnerfrüchten zu vergrößern, und das Heu ohne Begrenzung essen zu lassen.
Wie wir schon früher geschrieben haben, Damhirsche sind Herdentiere. Die Hirschkuh erlangt die Geschlechtsreife im Alter von 16 Monaten. Die erwachsenen Damhirschkühe verweilen auf den Koppeln zusammen mit den Kälbern und Jährlingen. Die ganze Herde führt eine ältere Hirschkuh. Die älteren Stiere sammeln sich dagegen in kleinen Gruppen und stellen Hierarchien untereinander fest. Stehr erwachsene Stiere (die sog. Schaufelrehböcke) gehen am häufigsten einsam und suchen nach der Stille und Ruhe. Vor der Brunft buddeln die Stiere mit ihren Vorderstengeln Gruben, in die sie Urin lassen, und wiederholen diese Tätigkeit im Verlauf von einigen Tagen. Eben in diesen Gruben (Brunftgruben) werden die Hirschkühe von Stieren gedeckt. Wenn die Brunftperiode ankommt, verbinden sich die Tiere in Gruppen. Dies dauert vom Oktober bis zur Hälfte des Dezembers; die Stiere passen sich dann die angemessene Gruppe der Hirschkühe an (nach wie viel Hirschkühe welcher Stier decken kann). Die Stiere sind in dieser Periode sehr drohend, geben ihre spezifische (an das Blöken erinnernden) Halsstimme heraus und sind in Stande, durch die ganze Brunftperiode fast nichts zu essen. Man sollte nicht sie zwangsweise füttern, weil sie ihr Gewicht nach der Brunft (von der zweiten Hälfte des Dezembers) ergänzen werden. Eben derzeit muss man Stiere von den Hirschkühen absondern, um vor allem verspätete Kalbgeburten und schwächere Kälber zu vermeiden. Leider nicht auf allen Farmen beachten die Züchter diese Regel, und die Tiere laufen manchmal das ganze Jahr und es ist unbekannt, was, wann und mit wem? Die Mehrheit der Kalbgeburten erfolgt an der Wende vom Mai und Juni, und ein Kalb mit einem Gewicht von 3 bis 6 kg kommt am häufigsten auf die Welt. Junge Kälber werden mit der Milch bis zum Wintersanfang genährt. Das Maximalalter eines Damhirsches beträgt ca. 18 Jahre.
